Gewaltpräventionsprogramme

Faustlos

„Faustlos“ ist ein Programm zur Prävention von Gewalt und aggressivem Verhalten an Schulen. Es ist ein für die Grundschule entwickeltes Curriculum, das impulsives und aggressives Verhalten von 6 – 10 jährigen Kindern vermindern und ihre sozialen Kompetenzen erhöhen soll. Sinnbildlich steht der Begriff „Faustlos“ für einen gewaltfreien Umgang bei Konflikten und emotional schwierigen Situationen. Ziel des Programmes ist, neben dem Unterlassen von körperlicher Gewalt auch auf verbaler Ebene fair miteinander umzugehen. Verhaltensweisen in Konfliktsituationen werden teils spielerisch eintrainiert oder anhand von Bildern diskutiert. Auch werden neben der besseren Selbstwahrnehmung das Erkennen der Gefühle, der Körpersprache und das Denken der anderen Beteiligten gefördert.

In unserem Curriculum werden die Fähigkeiten in den Bereichen Empathie, Impulskontrolle und Umgang mit Ärger und Wut entwickelt. Diese drei Bereiche machen die drei Einheiten des Programmes aus, denen jeweils Lektionen zugeordnet sind.

Im Zuge eines Pilotprojektes an Düsseldorfer Schulen waren wir, die GGS Adam-Stegerwald-Straße, eine von insgesamt sechs Grundschulen die im Schuljahr 2000/2001 „Faustlos“ erstmalig in Düsseldorf durchführten.

So können wir für unsere Schule folgende Ergebnisse bzw. Veränderungen festhalten:
àRückgang in den Aggressionskennwerten

  • Begleitung in Konflikten
  • Pausenkonflikte lassen sich leichter klären und treten insgesamt weniger gewalttätig und aggressiv auf.
  • Steigerung der Sozialkompetenzen untereinander

Alle Kinder unserer Schule lernen, wie sie selbstständig und unabhängig Probleme lösen können!

 

Coolness-Training

Um noch gezielter präventiv und auch intervenierend gegen aggressives und gewalttätiges Handeln der Kinder vorzugehen wird regelmäßig für alle dritten Klassen ein Coolnesstraining angeboten. Dem Coolnesstraining liegt das Konzept des Deutschen Instituts für Konfrontative Pädagogik (IKD)von Prof. Dr. Jens Weidner, Reiner Gall und Markus Brand zugrunde.

In jedem Schuljahr finden zwei Coolnesstrainings statt. Die Schulsozialarbeiterin als ausgebildete Coolnesstrainerin leitet gemeinsam mit der jeweiligen Klassenleitung das Coolnesstraining.

Ziele des Coolnesstrainings an Grundschulen:
Das Coolness-Training will sowohl die gewaltbereiten Kinder sensibilisieren, als auch die Opfer stärken. Es soll der gesamten Gruppe zur Erweiterung ihrer Handlungskompetenz in schwierigen und konflikthaften Situationen verhelfen.

Das Angebot des Coolness-Trainings® richtet sich jeweils an die ganze Schulklasse, um den Umgang mit schwierigen Alltagssituationen zu trainieren. Es geht im Training darum, einerseits die Ursachen und Auslöser von Gewalt zu identifizieren, gleichzeitig aber auch darum, Verhaltensalternativen aufzuzeigen. Oberstes Ziel ist dabei der Opferschutz und die Opfervermeidung.

Weitere Ziele, die mit dem Coolness-Training® verfolgt werden, sind;

  • Verbesserung der sozialen Kompetenz,
  • Förderung der Kultur des Hinschauens und der friedfertigen Einmischung,
  • Reduzierung der Feindseligkeitswahrnehmung,
  • Förderung des selbstbehauptenden und deeskalierenden Verhaltens,
  • Umgang mit Gefühlen,
  • Training der Fremd- und Selbstwahrnehmung,
  • Umgang mit Ärger und Wut,
  • Impulskontrolle,
  • Reflexionsmöglichkeit,
  • Verantwortung,
  • Besserer Umgang mit Regeln.

 

 

Gewaltfrei Lernen

Zusätzlich zu Faustlos wurde zu Beginn des Jahres 2017 Gewaltfrei Lernen als
Gesamtkonzept zur Prävention und Intervention in Bezug auf Gewalt an der Schule
etabliert. Hierbei handelt es sich um ein umfangreiches Projekt für die ganze Schule
zur Prävention und Vermeidung von Ausgrenzung, Beleidigungen und Gewalt.
Es handelt sich um ein Mehr-Ebenen-Konzept für den Umgang mit körperlicher Gewalt
und Mobbing unter Schüler, das aktiv auf allen schulischen Ebenen wirkt, ein positives
Klima und kooperierendes Lernen unterstützt. Es werden alle an Schule Beteiligten -Kinder, Lehrer, Schulsozialarbeiter, OGS-Mitarbeiter und Eltern entsprechend ihrer Bedürfnisse geschult.
Es werden sinnvolle Reaktionen für Konflikte eingeübt und die Kinder werden wortstark und handlungsfähig gemacht. Gewaltfrei Lernen fördert die Schüler mit einer bewegungsreichen Sozialverhaltensförderung und Konfliktschulung. Das besondere an Gewaltfrei Lernen ist, dass Bewegung für ganzheitliches Erleben und Soziales Lernen genutzt wird.